Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche, Sommerzeit!

Erstfrühling

Die dunkle Jahreszeit ist vorbei! Endlich – werden die meisten wohl sagen, aber auch der Winter ist für uns Mitteleuropäer eine wichtige Jahreszeit. Zur Ruhe kommen, sich sammeln – damit wir den üppigen Frühlung, den warmen Sommer und den bunten Herbst auch richtig genießen können.

Aber nun gehts richtig los, der Erstfrühling ist da: Schneeglöckchen und Märzenbecher sind verblüht, statt dessen steht die Forsythie in voller Blüte, bei mir im Garten blühen Duftveilchen, die Kirschen beginnen zu blühen. Narzissen und Hyazinthen machen unsere Gärten bunt:

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Am 20. März war der kalendarische Frühlingsanfang – die Frühlings-Tag-und Nacht-gleiche. Seitdem sind die Tage wieder länger als die Nächte. Obendrein war in der Nacht zu heute, 29. März, die Zeitumstellung auf Sommerzeit. Wir haben heute eine Stunde verloren und können dadurch die Abende draußen im Hellen noch länger genießen. Im Herbst, wenn das Gartenjahr zu Ende geht und die Tage kühler und dunkler werden, bekommen wir diese Stunde zurück. Diese Umstellung fällt den meisten wesentlich leichter, als jetzt im März eine Stunde früher aufzustehen.

Pünktlich zur Frühlingstag-und Nachtgleiche schmetterte ein Rotkehlchen sein Lied:

Rotkehlchen

Für mich ging der Monat eher schmerzhaft los, bei einem unglücklichen Sturz habe ich mir (mal wieder) den Knöchel und diesmal auch den Zeigefinger ziemlich verletzt. Also auf zu meinen – genau für diesen Fall gepflanzten – eigenen Beinwellpflanzen. Die frischen Wurzeln lassen sich sehr gut zerkleinern. Spätestens jetzt zeigt sich, wieviel an Schleimstoffen in der Beinwellwurzel vorhanden ist: es war eine ziemlich klebrige Angelegenheit. Aus der frischen Wurzel habe ich mit Bio-Rapsöl einen Öl-Warmauszug hergestellt und daraus am nächsten Tag mit Arnikatinktur und ätherischem Rosmarinöl eine Heilsalbe „gebraut“ (irgendwie muss ich ja dem Titel „Kräuterhexe“ gerecht werden). Diese Salbe habe ich täglich auf Knöchel und Finger aufgetragen und damit die Heilung hoffentlich ein wenig beschleunigt. Und es war sogar noch genug Wurzelmaterial übrig, um eine Beinwellwurzeltinktur anzusetzen. Die braucht aber noch einige Zeit, bis sie fertig ist.

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So übrigens sieht gerne mal unser Mittagessen aus. Für das Wildkräutertopping muss ich nur kurz über unsere Wiese gehen. Mein Mann vertraut mir und isst alles klaglos mit ☺️.

Mittagessen mit Wildkräutern
Mittagessen mit Wildkräutern

Die warmen Sonnenstrahlen locken auch die Wildbienen heraus. An meinem kleinen Insektenhäuschen kommen sich die Mauerbienen in die Quere, jede besucht mehrere Niströhren.

Mauerbienen im Anflug
Mauerbienen im Anflug

Es gibt auch in diesem Monat noch mehr Vogel-Aufnahmen. Einen Rotmilan konnte ich bisher immer nur im Flug sehen, jetzt habe ich ihn auf einem Ast entdeckt:

Rotmilan gut getarnt
Rotmilan gut getarnt

Den Kleiber habe ich aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel eingefangen: genau von unten.

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Und wie so oft, wenn ich Vögel fotografiere (oder es zumindest versuche), habe ich den Vogel zuerst gehört und versuche dann, ihn irgendwo ausfindig zu machen. Das ist mir hier beim Buchfink gerade so geglückt:

Buchfink singt auf einem alten Baum

Ich werde mich in den nächsten Wochen mit meinem neuen Kurs von Wolf-Dieter Storl beschäftigen: „Die Weisheit der Bäume“. Falls Ihr also in der nächsten Zeit jemanden vollkommen gedankenverloren und selbstvergessen unter einem Baum sitzend seht, könnte es sein, dass derjenige gerade bei einer Baummeditation ist.

Ich wünsche Euch allen einen guten Start in die erste Sommerzeitwoche! Gleichzeitig ist es auch die Karwoche, die Woche vor Ostern. Ich hoffe, dass wir das Osterwochenende nicht im Schnee verbringen müssen – im heißesten Erstfrühling aller Zeiten kann das schon mal vorkommen 😉.

Frohe Ostern Euch allen!

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