Mitten im Vollfrühling!

Es grünt so grün!

Liebe Naturfreunde,
den April und den Erstfrühling haben wir hinter uns gelassen und wir befinden uns nun schon mitten im Vollfrühling. Ich habe es sicher schon irgendwann einmal erwähnt, dass es neben den vier meteorologischen Jahreszeiten auch die phänologischen Jahreszeiten gibt, die sich eben nicht nach dem Kalender richten, sondern nach dem Erscheinen in der Pflanzenwelt. Jetzt beginnt die Blüte des Weißdorns und der Maiglöckchen, in manchen Gegenden blüht auch schon der Schwarze Holunder (bei mir noch nicht).

„Es grünt so grün“ – das kann man nun wortwörtlich nehmen. Nach dem bunten Vor- und Erstfrühling mit all den Frühblühern erscheint jetzt das Grün in all seinen Schattierungen. Ein richtig warmes Wochenende haben wir schon erlebt, nun sind die Eisheiligen im Anmarsch. Den Gärtnern unter uns wünsche ich, dass es nur mäßig kalt wird und alle Obstblüten überleben (und auch alle ausgepflanzten Kräuter wie z.B. bei mir das Basilikum).

Aus dem April habe ich Euch noch ein paar Bilder mitgebracht. Hier seht Ihr pinkfarbene Veilchen, Schöllkraut und Gundermann, ein bisschen Löwenzahn und Wurmfarn, die bunt durcheinander wachsen.

Auch unsere Obstbäume haben geblüht – ich bin gespannt, ob es dieses Jahr die ersten Früchte gibt: Apfel, Birne, Schlehe.

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Natürlich habe ich neben Pflanzen auch Tiere mit der Kamera eingefangen. Unsere Störche sind wieder da und sie haben direkt mit dem Nestbau angefangen. Auf dem zweiten Foto seht Ihr einen Wendehals. Der Name des armen Kerls wurde oft verunglimpft, dabei ist der echte Wendehals kein opportuner Meinungswechsler, sondern ein kleiner Specht. Er hat erst einmal alles Nistmaterial der Kohlmeisen aus dem Nistkasten entfernt und wollte selber einziehen. Und natürlich war es auch schon so warm, dass die Ringelnattern aktiv geworden sind.

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Der Paarungsakt der Weißstörche ist eine wacklige Angelegenheit. Zumindest schüchtern sind sie nicht, sie nisten direkt an einer Straße und lassen sich von den vorbeifahrenden Autos (die man hier hören kann) nicht stören. Jetzt stellt Euch vor, Menschen würden nach dem Akt klappern! Da wäre es mancherorts überraschend laut oder still… Aber das nur am Rande 😉

Im Wonnemonat Mai hat man einen ganz anderen Blick auf die Flora ringsherum. Auch Bäume können verliebt sein 💕.

Ich bin ein Star!

Ja, es gibt sie wirklich! Seht selbst, was einen echten Star ausmacht:

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Ein sehr spezielles Foto möchte ich Euch nicht vorenthalten. Offensichtlich hat eine Taube eines unserer großen Fenster nicht als solches erkannt und ist in vollem Flug an die Scheibe geflogen. Dies ist der Abdruck auf der Fensterscheibe. Wir haben weder den Vogelschlag selbst bemerkt noch einen verletzten oder gar toten Vogel gefunden.

Der Löwenzahn hat schon einen ganzen Lebenszyklus hinter sich gebracht. Eben noch in strahlendem Gelb, hat er sich wenige Tage später in eine filigrane Pusteblume verwandelt.

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Die Vielfalt unserer grünen Mitbewohner finde ich immer wieder faszinierend. Die Blätter des Frauenmantels mit Regentropfen kann sich kein Künstler schöner ausdenken.

Die Steinrose (Sempervivum) hatte schon dem Frost getrotzt und sieht nun vor der Blüte aus wie ein kleines außerirdisches Wesen – zumindest in meiner Fantasie.

Mit den Blüten des Flieders schicke ich Euch nun in den bald beginnenden Frühsommer. Ich freue mich, dass Ihr bis hier durchgehalten habt. Ich habe erst kürzlich gehört, dass es immer mehr Menschen schwer fällt, sich mehr als zwei Minuten auf eine Sache zu konzentrieren. Schön, dass Ihr offensichtlich noch zum alten Schlag der Menschheit gehört und Lust habt, mehr als nur 30-Sekunden-Reels zu konsumieren.

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